Steig auf den Berg

Schubert B.

Lyrik

Komp. Sieghart Schubert

Text: Ingeburg Branoner

So unnahbar, scheint dir, liegt der Berg,
neben seiner Größe bist du kleiner als ein Zwerg,
bis in die Wolken reicht er weit hinein,
Eben noch im Nebel, gleich danach im Sonnenschein.
Und seine Größe zieht dich magisch an,
willst auf seiner Höhe stehen und du gehst ihn an,
und mit jedem Meter gibt sich der Berg dir her,
schlägt das Herz dir wilder, wie schon lang nicht mehr.
 
Steig auf den Berg und du weißt was dir fehlt,
steig auf den Berg und spür wie du lebst.
 
Steig auf den Berg und du weißt was dir fehlt,
steig auf den Berg und spür wie du lebst.
 
Oben angekommen wird dir der Blick so weit,
Sturm erfasst dich und er reißt dir fast das Hemd vom Leib.
Und in den Ohren rauscht dein heißes Blut,
wie in einem roten Wirbel stehst du, fühlst dich gut.
Von dir genommen sind die Schuh von Blei,
alle Kleinigkeiten und der Kopf ist dir frei.
Über dir nur Himmel, bis hierher, weiter nicht
und ein kleiner Vogel steigt hinauf ins Sonnenlicht.
 
Steig auf den Berg und du weißt was dir fehlt,
steig auf den Berg und spür wie du lebst.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.