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Straße nach Norden |
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Gundi |
Lyrik |
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Komp. Gerhard Gundermann |
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Text: Gerhard Gundermann |
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Zuerst komm ich in Schwarze Pumpe über`n Berg |
| und da schimmert in der Sonne das nagelneue Kraftwerk. |
| Das sieht aus als ob ein UFO hier gelandet wär, |
| es glänzt wie gelogen und passt hier nicht richtig her. |
| Nebenan verdienten einst vierzehntausend ihr Brot, |
| die sind vom Wind verweht und die alte Dreckschleuder ist tot. |
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Vom Winde verweht ist auch der Ruß, die ganze dicke Schicht, |
| heute verheizen sie ihr Giftmüll und das Gift, |
| das sieht man nicht. |
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Und ich sehe auf der Straße nach Norden, |
| dieser Teil der Welt ist anders geworden, |
| ich schwimme mittendrin in meinem Hemd, |
| gehöre noch dazu und bin schon ziemlich fremd. |
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Und ich frag mich, was ich bin, |
| was ich war, in der Suppe das Salz und das Haar, |
| ich schwimme mittendrin in meinem alten Hemd, |
| gehöre noch dazu und bin |
| schon ziemlich fremd. |
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In Cottbus komme ich dann auf die nagelneue Autobahn, |
| und da bin ich wie der |
| Blitz in Lübbenau und Vetschau ran, |
| die warn kaum vom Netz, |
| da ham`se schon die Schornsteine gelegt, |
| es hätt` ja können sein, |
| das sich`s noch einer überlegt. |
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Am Lübbenauer Dreieck LKW an LKW, |
| die gehören eigentlich zu einer feindlichen Armee, |
| so sah der Gegner aus in meinem Offiziersbewerberbuch, |
| und nun kommen die vom Einsatz aus dem Oderbruch. |
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Und ich seh auf der Straße nach Norden ... |
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Ich hab ein schönes Auto, |
| da muss ich nicht mehr drunter liegen, |
| und das Autoradio von diesem Auto kann einhundert Sender rankriegen, |
| doch die Songs bei denen ich meine Unschuld verlor, |
| kommen in dem Autoradio nicht mehr vor. |
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Und ich seh` auf der Straße nach Norden ... |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.