Tamara

City

Lyrik

Komp. Toni Krahl / Fritz  Puppel

Text: Alfred Roesler-Kleint

 
Wenn die Sonne scheint, bevor es wieder Herbst wird,
steig ich ins Auto und fahr noch mal raus.
Im Babysitz strahlt meine kleine Tochter
und neben ihr, da blüht `n Blumenstrauß.
 

Heut geh ich fremd und denk an eine andre.

Die wartet an der Ausfahrt der B 1.
Meiner Tochter sag ich: Eine Tante,
und : Guck bloß mal wie die Sonne scheint.
 

Das Schlummerdorf am Weg heißt Münchehofe.

So klein, das man `s zumeist in Ruhe lässt.
Der Wind harft durch die Friedhofspforte,
hier liegt Tamara Danz und schläft zu fest.
 

Ein leises Lied weht über `n weißen Sand,

von Paradiesvögeln, die man nicht einsperren kann.
 

Ich wollte mich schon längst mal blicken lassen,

mein Mädchen vorstell `n und dir was erzähl `n.
Vom Ossileben und den alten freunden
die sich mit den neuen Zeiten quäln.
 

Und von den Leuten, die noch immer heulen,

bei Bataillon d`amour und Mont Klamott.
Auch meine Kleine kann schon ein paar zeilen,
was nach dir kam, war schnell vergess `ner Schrott.
 

Ein leises Lied weht über `n weißen Sand,

von Paradiesvögeln, die man nicht einsperren kann.
 

Ich stell mir vor, du rockst da ob`n im Himmel

mit Rio Reiser und mit Gundermann.
Jetzt halt ich aber lieber meine Schnauze,
sonst fang ich auch noch mit dem Heulen an.
 

Wenn die Sonne scheint, bevor es wieder Herbst wird,

sitz ich im Auto und wir fahr `n  nach Haus.
Im Babysitz schläft meine kleine Tochter
In Münchehofe blüht ein Blumenstrauß.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.