Traum der Toilettenfrau - Wheft

Traum der Toilettenfrau

Wheft

Lyrik

Komp. Harry Gerster

Text:  Harry Gerster

 
Wenn sich Abends das Lokal mit den Gästen füllt,
geht die alte Frau zur Arbeit, in abgetragene Kleider gehüllt.
Sie sorgt dafür das auf den Toiletten ständig alles läuft,
und sie kann es nicht ab wenn die Becken voll sind,
nur weil man sich besäuft.
Im Lokal da geizen sie nicht mit dem Geld,
aber es gab noch keinen der mal für sie, einen Schnaps bestellt.
 
Sie träumt davon, gefeiert zu werden,
ständig saubere Toiletten, überall auf Erden.
Mit weißer Schürze und einem samtschwarzem Kleid,
dort zu arbeiten wäre sie, mit Freuden bereit.
 
Doch für sie ist das hier das Beste, so denken viele bestimmt,
und sie weiß auch das sie hier Keiner,
 so richtig für voll nimmt.
Gern hätte sie ein besseren Ansehen,
 bei denen die hier ein und aus gehen,
und auch nach dem Geld da bettelt sie nicht,
 es sind ja der Pfennig nur Zehn.
Und einmal werden sie nach der Alten fragen,
 wenn sie nicht mehr kann,
vielleicht werden sie dann sagen,
sie stand dort ihren Mann.
Ein Wort des Dankes und das Gefühl, nützlich zu sein,
zu wissen das Menschen sie achten,
 sie fühlte sich nicht mehr so allein.
 
Sie träumt davon, gefeiert zu werden,
ständig saubere Toiletten, überall auf Erden.
Mit weißer Schürze und einem samtschwarzem Kleid,
dort zu arbeiten wäre sie, mit Freuden bereit.

Mit freundlicher Genehmigung von WHEFT