Turm von Babel

Meridian

Lyrik

Komp. Frank Zückmantel

Text: Kurt Demmler

 

Als der Mensch noch eine Sprache sprach,
konnt´ er einen Turm sich bauen,
der dem Herr Gott in den Himmel stach,
bis der Groll ihn zerhauen.
 
Und die Scharn die nicht erschlagen waren,
flohen in alle Winde fort,
dass sie fremd sich worden im Gebaren
und verwehrt in ihrem Wort.
 
Weit verstreut, auf diesem Fall ergeben wir uns,
weit verstreut, in tausend Sprachen sehen wir uns,
weit verstreut und selten nur verstehen wir uns,
seit dem Bau von Babel.
Aber die einander nicht verstehen,
haben kein Vertrauen mehr
und sie wollen nicht ohne Rüstung gehen
und so geht sich´s ganz schön schwer.
Und Schwergehen macht Angst und Angst schlägt zu
und die Menschheit löscht sich aus,
ach das man sich neu zusammen tue
und dem Frieden baut ein hohes Haus.
Weit verstreut, doch wollen wir nicht verloren sein,
weit verstreut, nicht für den Tod geboren sein,
weit verstreut und länger keine Tore sein,
bauen  den Turm von Babel.
Weit verstreut, doch wollen wir nicht verloren sein,
weit verstreut, nicht für den Tod geboren sein,
weit verstreut und länger keine Tore sein,
bauen  den Turm von Babel.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.