Über Mut

P.Zieger

Lyrik

Komp. Andreas Schulte

Text: Michael Sellin

 

Wir leben mit der Angst

von Kindheit an.

Haben Angst vor `m Schlafengehen,

Angst vor `m schwarzen Mann.

Haben Angst vor Schulzensuren,

vor `m ersten Kuss.

Vor jeder neuen Liebe

Vor jedem neuen Schluss.

Haben Angst vor `m Älterwerden.

vor Konkurrenz

Angst vor den Visionen,

vor `m großen Knall.

Soviel Angst

macht Angst vor `m Leben.

 

Sie bauen auf die Angst

inmitten der Gefahr.

Sie kalkulier `n das ein

im Staatsetat.

Ein Teil der Natur trägt Trauerkleider,

doch sie rüsten immer noch weiter,

fragt sich nur wie lang und für wen.

 

Dem Leben eine Chance

ruft die halbe Welt.

Wir haben das Kondom

und ihr das Geld.

So viele Worte die uns trennen,

ihr habt die Sender, wir die Antenne

für den Übermut.

Was kann uns noch passier `n,

haben wir mehr zu verlier `n

als den Spaß am Leben.

 

Wir hoffen grenzenlos

und isoliert.

Es werden immer mehr

die das kapiern.

So viele Worte die uns trennen,

ihr habt die Sender, wir die Antenne

für den Übermut.

Was kann uns noch passier `n,

haben wir mehr zu verlier `n

als den Spaß am Leben.

Was kann uns noch passier `n,

haben wir mehr zu verlier `n

als den Spaß am Leben.

 

Die Zeit ist reif

für Übermut,

für Übermut.

Die Zeit ist reif.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.