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Um auszutricksen unseren Tod |
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Thalheim |
Lyrik |
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Komp. Jean Pacalet / Barbara Thalheim |
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Text: Barbara Thalheim / Leo Kettler (= Lothar Klünner) |
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Sterben, für eine Nacht mit dir, |
| das ich mich ganz in dir verlier |
| um auszutricksen unseren Tod. |
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Wir halten uns fest aneinand`, |
| und sterben, sterben Hand in Hand |
| um zu besiegen so den Tod. |
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Ach sterben, sterben, wie man einschläft so sacht. |
| Mal sehn, was wird auf der dunklen Seite gemacht. |
| Ach, sterben für einen einzigen tag, |
| für eine Nacht um auszutricksen so den Tod. |
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Sterben mit fünf Gramm Koks im Gebein, |
| im Wahn, die Callas oder Piaf sein. |
| Metropolitain, Staatsoper unter den Linden |
| und im Blumenmeer knien Gysi und Clinton. |
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Aus Freude sterben, sterben vor Glück, |
| das jemand mir hilft im Augenblick. |
| Das ich einem helfen kann in der Not, |
| oder suchen aus Schadenfreude den Tod. |
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Sterben aus Zorn, sterben aus Scham, |
| für das viele, das ich niemals bekam, |
| sterben aus Niederlage, sterben aus Schmach, |
| und wiedergeboren werden danach. |
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Sterben für einen Blick in die Meerestiefen, |
| als ob die versenkten Schiffe uns riefen, |
| mit den Fischen reden und ihnen erzählen |
| von unseren Parteien und ihren Querelen. |
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Mensch, für die meisten der Jungen und Alten, |
| ist abzutauchen und sich raushalten |
| noch immer der bewehrteste Trick, |
| um so mehr dann zu sülzen über Politik. |
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Mal sterben für einen Blick |
| in die Truhen des Mausoleums, |
| wo die Mumien ruhen. |
| Ein Schwätzchen mit Lenin, auf das er uns sage: |
| die richtige Parole zum Ernst der Lage. |
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Sterben dafür, die Macht auszuüben, |
| das alle, die mich hassen, mich eines Tages lieben. |
| Sterben für die Gunst zu altern in Würde, |
| und wenn meine Knochen verweigern die Bürde, |
| soll doch der Geist seinen Schwung behalten, |
| soll Agressionen und Zärtlichkeiten entfalten, |
| und nie durch Verblödung den Willen mir brechen, |
| das soll er mir auf der Stelle versprechen. |
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Sterben für eine Unsterblichkeit, |
| aller Werte , die starben vor ihrer Zeit. |
| Glaube und Liebe solln wieder leben, |
| es muss endlich wieder Hoffnung geben. |
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Sterben mit drei Komma acht Promille, |
| im Palace Hotel oder in `ner Destille. |
| Streben beim Lachen, Tanzen und Lallen, |
| auferstehn und wieder fallen. |
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Trinkend versprechen, nie mehr zu trinken, |
| ein Lied machen, sterbend niedersinken. |
| Und immer wieder geboren werden, |
| nicht erst im Himmel, hier auf Erden. |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.