Und du wärst gar nicht da - Pankow

Und du wärst gar nicht da

Pankow

Lyrik

Komp. Jens Jensen

Text: Jens Jensen

 
Im Juni `63 sitzt `ne kleine Frau und weint
weil die Tage nicht kommen, nicht mehr kommen wie es scheint
sie hat total den Mut verlor`n und wartet jetzt auf ihn
wischt sich die Hände an der Schürze ab
und stellt den zwei`n das Essen hin
 

drei Kinder sind nicht drin, das war den beiden klar

also Rotwein, heiße Bäder und die Treppen, was and`res war nicht da
die Pille oder so was gab es nicht, wenn man sich liebt hält man sich fest
und von dem Wundertee von drüben
war ihr nur doppelt schlecht
 

und so hing das Leben wieder mal an diesem dünnen Faden dran

dieses Garn der Liebe und der Not, das dieses Leben spann
ist es Mut, ist es Lüge, und die Liebe gar nicht wahr
ist es aus und vorbei, und du vielleicht nicht da

sie lehnten sich aneinander an, wussten nicht wie `s weitergeht

es blieb nur noch der Engelmacher in der Prenzlauer Allee
im Warteraum wo `s nach gar nichts klang, sah sie ihn an, und er nahm sie
als sie die Treppen runter sprang fühlte sie sich wie ein Kind
so froh war sie noch nie

und so hing das Leben wieder mal an diesem dünnen Faden dran

dieses Garn der Liebe und der Not, das dieses Leben spann
und hätten sie sich in dem Warteraum nicht so angeseh`n
und ihre Liebe nicht wahr,
wär es aus und vorbei für mich, und ich wär gar nicht da

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.