Und ich schreib' einen Brief nach Hause

H. Biege

Lyrik

Komp. Holger Biege

Text: Michael Kunze

 

Fremdes Zimmer, fremde Stadt

Sonntagnachmittag

Offner Koffer auf dem Bett

Wasser tropft im Bad

Eine Bibel auf dem Nachttisch

Ein graues stummes Telefon

Und an der Tür der Preis

für die Vollpension.

 

Und ich schreib' einen Brief nach Hause

Darin heißt es

Sorg' dich nur nicht um mich

Es geht mir gut,

nur manchmal fühl' ich mich

so verflucht allein ohne dich.

 

Regen, der an Scheiben schlägt

Und der Blick hinab

Auf die Straße unter mir

am Sonntagnachmittag.

Regenschirme, graue Autos

Ein Abend, der zu früh beginnt

Schaufenster ohne Licht

die vergittert sind.

 

Und ich schreib' einen Brief nach Hause

Darin heißt es

Sorg' dich nur nicht um mich

Es geht mir gut,

nur manchmal fühl' ich mich

so verflucht allein ohne dich.

 

Ab und zu schließ' ich die Augen

und ich such' dein Bild in mir

Wir werden glücklich sein

das versprech' ich dir

 

Und ich schreib' einen Brief nach Hause

Darin heißt es

Sorg' dich nur nicht um mich

Es geht mir gut,

nur manchmal fühl' ich mich

so verflucht allein ohne dich.

 

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.