Verlang es nicht

Stern Meissen

Lyrik

Ach, du liebst mich, sagst du, und willst bei mir sein,
doch ich lass dich oft, weil ich Musik mach, zu oft allein.
Und ein Leben lang nur zu warten, sei dir zu schwer,
und ich spür, wenn ich das nicht lass, verlier ich dich, verlier ich dich,
du willst einen Mann der immer da ist, zu Haus.

Ja, ich versteh dich, versteh dich, du hast einen Traum,
und ein Musikant, der unterwegs ist, erfüllt ihn kaum.
Doch versteh, doch versteh auch, versteh auch mich,
die Band ist mir alles, sie aufzugeben, das kann ich nicht, kann ich nicht,
es ist grad so, als ob du verlangst, dass ich nicht mehr atmen soll.

Wenn ich meiner Welt entsage, was wird sein,
das wär kein Leben, es wäre traurig und leer, unendlich schwer.
Ich sage dir ehrlich, es wär ohne Sinn, weil ich nicht mehr ich bin,
und unsere Liebe, wer weiß, was noch bliebe,
wenn das, was zählt mit einem Mal fehlt.
Wenn das, was zählt auf einmal fehlt.

Ich geb dir alles, ja, alles, was du verlangst,
die Musik, lass sie mir, ich liebe dich, denn ich hab Angst.
Verzeih und versteh auch, versteh auch mich, was auch immer sei,     
entsagen, nein, das kann ich nicht, kann ich nicht.
Es ist grad so, als ob du verlangst, dass ich nicht mehr atmen soll,
alles geb ich dir, doch das Lied, wenn du mich liebst, verlang es nicht.

 

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.