Wer hat ein helles Licht bei der Nacht

Gundi

Lyrik

Komp. Gerhard Gundermann / Michael Nass

Text: traditional nach „Glück auf, der Steiger kommt“ /  Gerhard Gundermann

 
  es war einmal ein verwunschener Garten
das Gold der Sonne färbte die Äpfel
Insekten mit goldenen Leibern sammelten Honiggold
ein silberner Mond lockte silberne Fische
aus den Tiefen silberner Flüsse
und nachts war ein Himmel
mit silbernen Gucklöchern drübergerollt
 

doch einmal brachte ein harter Winter

Tod den Alten und Hunger für die Kinder
all das Gold und Silber versackte im schmutzigen Eis
verrunzelte Äpfel waren teuer
wir träumten von Honig an einem Feuer
da trat ein Mann mit goldenem Helm in unseren Kreis
 

Glück auf der Steiger kommt

er hat sein helles Licht bei der Nacht schon angezündt`
Glück auf der Steiger kommt
er hat sein helles Licht bei der Nacht
hat er es schon angezündet wirft es einen hellen Schein
und so damit fahren wir, wir bei der Nacht ins Bergwerk ein
in das Bergwerk wo die Bergleute sein
die schlagen das Silber und Gold bei der Nacht aus Felsenstein
 

Glück auf der Steiger kommt

 

das Gold der Helme färbt keine Äpfel

silbernes Geld lockt keine Fische
Insekten mit schwarzen Leibern
trinken von unserem Blut
wir haben im Berg unsre Alten vergessen
der Berg hat unsere Kinder gefressen
die silbernen Gucklöcher im Himmel wachsen zu
 

wer hat ein helles Licht bei der Nacht

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.