Wer sich nicht mehr irren kann

Electra

Lyrik

Komp. Bernd Aust

Text: Bernd Maywald

 
  Wer hat Unfehlbarkeit gepachtet?
Wer kann sagen, er irre sich nie?
Wir finden den Irrtum des Andern
im Bruchteil einer Sekunde.
Den eigenen Fehler zu suchen - 
dieser Entschluss braucht oft viele Jahre.
Wer sich nicht mehr irren kann,
der ist schon lange tot.
 

Sich irren kann man auch alleine. 

Zwei braucht man schon zur Rechthaberei.
Unfehlbarkeit, das kann nur sein:
 Die Ecke einer Kugel.
Dem Andern zu helfen 
bedeutet manchmal auch Mut zum eigenen Irrtum.
Wer sich nicht mehr irren kann,
der ist schon lange tot.
 

Der Irrtum wird nicht vorgeschrieben,

trotzdem fehlt er doch eigentlich nie.
Als Steinchen inmitten von Linsen, 
als Teeblatt in einer Tasse,
als Wort auch oft in einem Satze
und als Minute in jeder Stunde.
Wer sich nicht mehr irren kann,
der ist schon lange tot.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.