Wie sich Mühlen drehn im Wind

Electra

Lyrik

Komp. Michel Jean LeGrand

Text: Alan & Marilyn Bergman / Klaus „Nick“ Munro

 

Wenn die Strassen plötzlich still sind,
wenn die Stadt auf einmal schweigt.
Wenn aus steinernen Kaminen
still der Mond zum Himmel steigt.
Wenn es hier in meinem Zimmer
leer und einsam wird um mich,
such ich in den dunklem Schatten
die Erinnerung an dich.
Und ich fühle wie ein Augenblick
zur Ewigkeit gerinnt.
Wenn das Spinnrad meiner Träume
längst zerrissene Fäden spinnt
Und sich leis` zu drehn beginnt,
wie sich Mühlen drehn` im Wind.
 
Und es kreisen die Gedanken
ohne Anfang, ohne Ziel.
Wie die schnellen Wellen rinngen,
wenn ein Stein ins Wasser fiel.
Wie ein Kreisel, den die Peitsche
übers Straßenpflaster treibt,
wie ein Spiralen, die ein Adler
in den Abendhimmel schreit.
Und ich fühle, wie ein Augenblick
zur Ewigkeit gerinnt.
Wenn das Spinnrad meiner Träume
längst zerrissene Fäden spinnt
und sich leis` zu drehn beginnt,
wie sich Mühlen drehn` im Wind.
 
Tausend Fragen ohne Antwort,
tausend Fragen ohne Sinn.
Warum flog für uns der Sommer
wie ein Pfeil so schnell dahin?
Hat der Herbstwind gar die Spuren
unsrer Liebe schon verweht.
Wenn erst weiße Flocken fallen
ist es dann für uns zu spät ?
War da eben nicht im Dunkel
Grad dein Schatten an der Tür,
hoffte für ein paar Sekunden,
du kämst doch zurück zu mir.
Doch warum sich selbst belügen,
längst ist meinem Herzen klar,
dass der Pulsschlag dieser Hoffnung
nur mein eigner Schatten war.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.