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Melodie & Rhythmus 11 / 1987 |
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Waltraud Heinze |
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"Lasst mir meine Träume"
sang er, und das ist fast zehn Jahre her. Heute hat der Traum des WOLFGANG
ZIEGLER, der nie ein Rocker war, aber auch nie ein Schlagersänger, mit dem
Pop ein weites Feld, auf dem er nach 14 Jahren erfolgreicher Arbeit mit
Band den Sprung vom WIR zum "Ich" wagt. Aber der hat mehr noch als mit
diesem internationalen Trend mit ihm ganz persönlich zu tun. Mit
Erfahrung, Reife, Eigensinn, den Ambitionen des Sängers, Komponisten,
Musikanten ZIEGLER - einer großen Liebe zur Melodie, zum effektvollen,
emotionsgeladenen Lied. Er hat sie nie verleugnet, aber vollends bekennt
er sich zu ihr seit Anfang diesen Jahres mit seinem Solo - Start. "Ich hab` bei Begegnungen, in Gesprächen gemerkt, dass viele Menschen mit mir teilen, was ich fühle und denke. Und herausgehört: sie suchen nach Bestätigung ihrer alltäglichen Emotionen, finden sich gern wieder in Liedern - in ihrem Glück, in Enttäuschung, Hoffnung ... Deshalb möchte ich ihnen nahe bringen, was von dem in mir ist." Das "wie" ist zu hören in dem Hit "Du fehlst mir sehr", der auf Anhieb den "Silbernen Gong" bekam, in "Nächte in Berlin" oder der deutschsprachigen Version des "Grand - Prix - Eurovision" - Siegertitels von Johnny Logan "Hold Me Now" - "Halt mich fest". |
Sich inhaltlich verstärkt in Richtung Popmusik zu bewegen, ohne dabei oberflächlich zu sein, und als zweites sehr wesentliches Moment die Perfektion von Produktion und Sound anzustreben - das ist WOLFGANG ZIEGLERS Anspruch, ist für ihn neue Motivation, sich ganz einzubringen; in jedes Lied, in jede Produktion, in jeden Fernsehauftritt, jeden Fototermin ...
Aber solo bedeutet für ihn nicht allein. Seine Ideen sind Ausgangs -, Dreh - und Angelpunkt für eine enge Zusammenarbeit mit Produzenten, Regisseuren, Veranstaltern, mit Musikern wie dem einstigen WIR - Mitglied Hartmut Podlech, Jäcki Reznicek, Carsten Mohren oder Tilo Ferch im Studio und nicht zu vergessen mit Manager Gerals Ponesky, der die organisatorischen Fäden seit Jahren für ZIEGLER knüpft. Er wird sich für eine AMIGA - Porträt - LP, deren Produktion etwa im Frühjahr `88 ins Haus steht, Mitstreiter suchen, wie er auch live mehr Lust darauf hat, Auftritte gemeinsam mit Gästen zu gestalten als abendfüllend allein.
Ein Programm der Leningrader Music Hall vom 7. bis 21. November im Berliner Friedrichstadtpalast oder 15 Jahre Suhler Stadthalle mit großer internationaler Besetzung vom 3. bis 6. Dezember `87 bieten ihm demnächst Gelegenheit dazu.
Für 1988 plant er eine eigene Show mit dem Titel "Wolfgang Ziegler in Mode", was die Mitwirkung der Modekommode Berlin wie die eigene Präsentation meint. Dabei sein soll auf jeden Fall Helena Vondrackowa, deren Entertainment - Qualitäten WOLFGANG ZIEGLER hochschätzt. Dann wird auch, gemischt mit Livegesangs-, Gitarren - oder Saxophondarbietungen, Computertechnik zum Einsatz kommen, um dem Publikum eine optimale Titelmusik zu bieten. Wenn er sich im Tüfteln über bestmögliche Klangvarianten in sein Studio vergräbt, dann lässt er das Telefon klingeln, und ein Journalist mit Termindruck kommt ganz schön in Nöte. Mein Glück, dass sich unsere Wege dennoch öfter kreuzen - beim Abholen der Töchter aus dem Kaulsdorfer Kindergarten.
"Du, wir müssen und mal treffen, ich hab` da was neues ...!" heißt es oft. Denn WOLFGANG ZIEGLER hat seine Träume. Und wir brauchen sie auch.