Wo ich hergekommen bin

J.Walter

Lyrik

Komp. Arndt Bause

 

Text: Gisela Steineckert

 

 

Wo ich hergekommen bin

warn die Bäume voll von ungeheurem Grün
Wo ich hergekommen bin
war das Leben voll  von ungeheuren Mühn
für ein Stück Brot,
dass der Schornstein grad so eben raucht
ein Gewand und ein paar Schuh
was man halt zum Überleben braucht.
 

Wo ich hergekommen bin

war mein kleines Leben lang vorher bestimmt
Wo ich hergekommen bin
wusste jeder welchen Weg der Junge nimmt
für ein Stück Brot
muss er werden das man ihn braucht
muss er stark sein schon beizeit
das der kleine Schornstein weiter raucht.
 

Wo ich hergekommen bin

gibt es Sommer, Winter und den Sturm im März
Wo ich hergekommen bin
welkte armen Leuten vor der Zeit das Herz
für ein Stück Brot
sind sie fort in eine fremde Welt
oder blieben was sie warn
starben hin beim Kampf um’s bisschen Geld.
 

In dem Dorf aus dem ich bin

hat das Leben sich vor 30 Jahr’n gekehrt
Wo ich hergekommen bin
war das Leben über Nacht die Mühe wert
und ich ging fort
ohne Eile, ohne Trauer auch
wenn ich Grün brauch fahr ich heim
zum Kartoffelfelderrauch.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.