Wovoka

W. Garten

Lyrik

Komp. Georgi Gogow

Text: Tino Eisbrenner

 

Tanzen wir, es ist noch Tag,

jeder Schritt ein Trommelschlag,
den der Puls des Lebens uns diktiert.
Lange warst du eher stumm,
hart nach außen, aber innen krumm.
Endlich strahlt dein Lachen ungeniert.
 

Bei allem was dir heilig ist,

um alles was du gern vergisst,
du weißt es heißt: In allem ist ein Lied.
Tanz für die Erinnerung,
Tanz für die Verschlimmerung
des Schlimmsten, das man noch nicht deutlich sieht.
 

Tanzen wir, es braucht ein Beben.

Lass uns mehr als überleben.
Gib mir fünf und einen Schmetterling,
gib mir Flutlicht, tanz im Sturm,
zeig mir einen Regenwurm,
der nicht, wenn er durch Jauche kriecht, auch stinkt.
 

Geistertanz für die gehenkten Philosophen.

Die Beschränkten rauben Stück für Stück uns den Verstand.
Du und ich im Kuckucksnest,
kannst du fliegen ? Halt mich fest.
Ist das hier das Leben, oder` n  Test ?
 

Wir kenn` n die Bilder der missbildeten Babies durch Chemie,

wir kenn` n  die Villen der Millionäre aus der Industrie.
Wir pflegen uns` re  Schlachtenordnung - keinen Freundeskreis.
Wir woll` n  Musik nicht mehr ertragen ohne schräge Töne,
ungeheuerliches sagen, nur nicht mehr das Schöne.
Wir haben zu genau verstanden:
 

Der Tanz der Tänze darf nicht mehr warten,

es gibt keine Grenze zum wilden Garten.
Städte und Paläste die zerfallen,
Reaktoren stillgelegt.
Straßen, die nur Wind noch fegt,
und Gras wird ewig wachsen über allem.
 

Tausend Idee` n  kommen und geh` n ,

und Gras wird ewig wachsen über allem.
Gras wird ewig wachsen über allem.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.