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Pierre Pomade und
Gustav Glimmer nippen am Kaffee. Französisch mit Cognac, den kleinen
Finger abgespreizt. Und dazwischen schlurft einer gewollt cool und so
gar nicht hier zu Hause.
Zwischen Cool Jazz
und Bossa Nova fägt er Imponiergehabe und unverbindliches Geplänkel im
„Cafe Größenwahn“ ein – der Titelsong der aktuellen zweiten ZÖLLNER –
LP ist für mich ein voll ausgereizter Grand mit Vieren ! Vergleiche
sind zwingend, da die Scheibe, wie das zwischen Wahlen und
Währungsunion verloren gegangene Amiga – Debüt, Songs aus den Live
Programmen „Kopfschmerzen“ und „Hirsch Heinrich“ aufbereitet.
„Du bist schön“
klingt funkiger, weniger wehleidig als die erfolgreiche
Rundfunkfassung „Mit dir bin ich allein“ bildhaft inszeniert, in
„Rosarote Spiegel“ verlieren die Bläser gegenüber dem Live – Eindruck
einiges an Dynamik. Gewaltig dagegen, wie DIRK ZÖLLNERS Organ und ein
sanftes Sax die dem Floydschen „Us And Them“ verwandten Keyboard –
Elegien in „Zwischen den Stühlen“ aufbrechen.
Die LP,
abwechslungsreich wie nur wenige in letzter Zeit, zeigt den Frontmann
als einen der amerikanischten Deutschen. Der kann rappen, flüstern,
brüllen, malt witzige Sponti – Vokalisen und gewinnt dabei Gesicht und
Welt – Sicht:
Hauptsache Farbe und
nicht immer nur schwarz – weiß. Genau ! |