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Von einer Tournee aus der
Sowjetunion kamen am Mittwoch „Die Zöllner" zurück. Wir sprachen mit Dirk
Zöllner.
Gestern erst dem
Flugzeug entstiegen, hast du sicher alle Erlebnisse noch gar nicht
verarbeiten können. Kannst du dennoch einige Eindrücke formulieren?
Wir waren das erste Mal überhaupt im Ausland auf
Tournee und für uns war ganz wichtig, daß die Musik der „Zöllner" auch dort
funktioniert, Emotionen freisetzt, wo man unsere Sprache nicht spricht. Wir
spielten als DDR-Band während eines Rockfestivals im Kurort Jurmala, vor
Riga gelegen, zwischen größtenteils lettischen und estnischen Gruppen.
Zuerst vorsichtig als Vorband eingesetzt, avancierten wir bereits am Tag
darauf zum Top-Act, zum Höhepunkt gewissermaßen. Das war ein schöner Erfolg,
der Einladungen zu weiteren Tourneen nach sich zog.
Wieder hier,
laufen die Vorbereitungen auf das große Konzert für die Antikriegsnacht in
Dresden.
Ja, wir stehen weiter unter Spannung. Wir sind
sehr stolz! aus einem so wichtigen Anlass gemeinsam mit Künstlern aus der
BRD, der UdSSR, Großbritannien ein großes Open-Air der FDJ zu machen. Eine
leise Angst aber ist auch da; schaffen wir es so viele Leute von uns zu
überzeugen? Aber ich glaube an unsere Band, und wir wollen unser Bestes
geben. Gut ist, daß die Antikriegsnacht uns mit ,,Künstlern in Aktion" auf
einer großen Bühne zusammenführt.
Führende
Politiker unseres Landes und Realisten auf der anderen Seite haben ja
erklärt, da8 von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf. Dieser
Appell zum aktiven Handeln wird von Künstlern nun in Dresden aufgegriffen.
Wie geht es danach bei Dir weiter?
Anfang Oktober werden wir
beim internationalen Talente
Festival in Bregenz (Osterreich) dabei sein und haben dort den guten Ruf
unseres Landes -
begründet durch Preise von IC, Petra Zieger
oder Tino -
zu verteidigen. Zudem arbeiten wir an unserer
LP, die im Frühjahr 1990 erscheinen soll. Im Januar steht die Premiere eines
neuen Live-Programms der „ Zöllner "
ins Haus. Das Rahmenprogramm für
unsere Songs wird die Geschichte von Hirsch Heinrich sein. |